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Minister Laumann: „Wir müssen mehr junge Menschen in Ausbildung und Arbeit kriegen“

Vor seiner Abreise nach Berlin zur Vorbereitung der Koalitionsverhandlungen mit der SPD gab der nordrhein-westfälische Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit in einem Pressegespräch am Montag die geplanten Initiativen und Maßnahmen seines Ressorts für das neue Jahr 2018 bekannt. „Wir müssen mehr junge Menschen in Ausbildung und Arbeit kriegen“, so Laumann gleich zu Beginn. Die Landesregierung wird daher ihre Anstrengungen deutlich verstärken. So wird ein neues „Programm Ausbildung“ für benachteiligte Jugendliche und junge Menschen mit Startschwierigkeiten aufgelegt werden, mit dem pro Jahr bis zu 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze entstehen. Die Ausbildung soll dabei betriebsnah und in enger Zusammenarbeit zwischen den Bildungsträgern und den kooperierenden Ausbildungsbetrieben erfolgen, rund 33 Millionen Euro werden dafür zur Verfügung gestellt. Weiter soll das Werkstattjahr wieder eingeführt werden, um noch nicht ausbildungsreife Jugendliche zu qualifizieren und ihre Chancen auf eine Berufsausbildung zu steigen. Das Werkstattjahr soll das Konzept Produktionsschule ablösen, 14 Millionen Euro sollen investiert werden. Mit neuen Impulsen soll der Ausbildungskonsens NRW auf die derzeitige Situation reagieren, soll zu einem „Konsens Fachkräftesicherung“ weiterentwickelt werden. Das Thema Weiterbildung nahm einen weiteren Punkt ein. „Wir wollen die Menschen fit machen für die fortschreitende Digitalisierung, die uns in fast allen Lebensbereichen grundlegende Veränderungen gebracht hat.“ Dazu soll der Bildungscheck NRW ausgebaut und bedeutend verbessert werden. Die aus dem Europäischen Strukturfonds stammenden Mittel sollen stufenweise von aktuell 5 auf 30 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden. Mit den geänderten Rahmenbedingungen für die Landesinitiative „Öffentlich geförderte Beschäftigung“ sollen neue Impulse für die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit gesetzt werden. Unter dem Motto „Gute Arbeit – Verantwortungsvolle Unternehmen“ soll ein neues und modernes Arbeitsschutzkonzept erarbeitet werden, welches noch in diesem Jahr in Kraft treten wird. Als einen besonderen Schwerpunkt nannte Laumann hier die Kontrollen der Arbeitsbedingungen von Paketzustellern, welche gerade in der Vorweihnachtszeit oft an die Grenze des Erlaubten stoßen. Zusammen mit den Gewerkschaften sollen bestehende Beratungsangebote für Werkvertragsarbeitnehmer – gerade in der Fleischindustrie – ausgebaut werden um diese häufig aus dem Ausland stammenden Personen besser vor Ausbeutung schützen zu können.